Aktuell - Koserower Kunstsalon 2021

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NORBERT KRABBE - Bilder 2016-2021

Ausstellung vom 26.Juni – 7.August 2021

Die Personalausstellung zum 70. Geburtstag des Künstlers ist Fort-setzung unserer in den letzten zehn Jahren praktizierten Tradition, das in der Stille des Ateliers entstandene Werk der Öffentlichkeit zu präsentieren. Im Unterschied zur Ausstellung im Jahr 2011, die seinerzeit einen Überblick über das Gesamtwerk ermöglichte, stehen diesmal ausschließlich die in den letzten fünf Jahren entstandenen Arbeiten im Fokus der Betrachtung. Arbeiten, die bei allem Vertrauten auch so viel Überraschendes bereithalten und neue Facetten offenbaren. Nach endlos scheinenden Phasen zähen Ringens und oftmaligem Verwerfen entsteht endlich doch auch immer wieder Gültiges, das vor dem gestrengen Auge des Künstlers Bestand hat und die gehütete Abgeschiedenheit des Ateliers verlassen darf.

Ralf-Georg Waschkau, Koserower Kunstsalon

 

Öffnungszeiten:

Mi-Fr 11-13 und 14-16 Uhr

Sa/So 14-16 Uhr

oder nach Vereinbarung

 

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

 

Koserower Kunstsalon

Karlstraße 3, 17459 Koserow

Tel.: 038375 24054

Email: info@koserower-kunstsalon.de

In der ersten Auktion des Koserower Kunstsalons im Jahr 2021 liegt der Schwerpunkt bei namhaften Vertretern der ostdeutschen Kunst nach 1945. Die thematische Vielfalt ist groß, oft ergibt sich aus dem Lebensmittelpunkt des Künstlers oder der wiederholten Arbeit als Malgast ein Bezug zur Ostsee.

Zu den bekanntesten Namen im Aufgebot zählt zweifelsohne Jo Jastram (1928 – 2011), von dem 3 Positionen mit plastischen Arbeiten im Aufgebot stehen, darunter der "Mongolische Karren mit Yak" aus dem Jahr 1966 (Aufruf: 8000 Euro). Arbeiten nach Reisemotiven nehmen im Gesamtwerk Jo Jastrams einen besonderen Platz ein. In den 1960er Jahren entstanden Plastiken und Reliefs nach Studienreisen in Usbekistan, Sibirien und in die Mongolei, später folgten Arbeiten nach Aufenthalten in Äthiopien, Sri Lanka und Indien. In der Werkgruppe der mongolischen Reisemotive dominieren ländliche Darstellungen in Form von Reitern und bäuerlichen Karren.

Vom befreundeten Maler Johannes Müller (1935 – 2012) erhaschen wir auf dem Gemälde „Bildhaueratelier“ (1971) einen Blick in Jastrams Atelier, in dem die Entstehung der bekannte Plastik „Sich wälzender Wallach“ dokumentiert wird (Aufruf: 1500 Euro)

Aus dem Frühwerk des insbesondere als Grafiker populär gewordenen Feliks Büttner (*1940) stammt eine der selten angebotenen Ölmalereien mit dem sehr reizvollen Doppelportrait „Schwestern“ (Aufruf: 2500 Euro).

Von Arno Rink (1940 – 2017), der von 1987 bis 1994 das Rektorenamt der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig bekleidete, steht ein scheinbar untypisches Frühwerk aus dem Jahr 1964 im Aufgebot. Setzte sich der Künstler später in großformatigen Gemälden mit Mythologie, Erotik und inneren Kämpfen auseinander, wird im vorliegenden Fall ein eher dem sozialistischen Realismus zuzuordnendes Ölbild aus einer Zeit angeboten, in der Arno Rink sich noch „unter den Fittichen“ Werner Tübkes befand. Das Ölbild „Jahrmarkt“ wird mit einem Aufrufpreis von 4500 Euro starten.

Der Nestor der „Usedomer Künstlergemeinschaft“, als der Otto Niemeyer-Holstein (1896 – 1984) gilt, ist mit einem Ölgemälde aus einer sehr ergiebigen Schaffensphase Mitte der 1960er Jahre vertreten: „Mädchen im Garten“ (Aufruf: 4500 Euro). Das „Lichterlebnis“ auf Reisen nach Mittelasien und China führte Mitte der 1960er Jahre zu einer deutlich verstärkten Leuchtkraft seiner Palette, was auch im vorliegenden Fall spürbar wird.

Mitte der 1960er Jahre schuf sich auch ein anderer sehr bekannter ostdeutscher Maler ein Refugium auf der Insel Usedom: Walter Womacka (1925 - 2010). Hier entspannte er sich von seiner „staatstragenden Kunst“ und zog sich auch malerisch „ins Private zurück“. Das Ölgemälde „Häuser in Loddin“ ist eines der sehr beliebten Usedom-Motive, die 1994 bei einem ausgedehnten Aufenthalt entstanden (Aufruf: 5500 Euro).

Neben Malerei und Plastik bietet der Auktionskatalog auch eine Reihe hochinteressanter Grafiken von namhaften Künstlern mit Aufrufpreisen im niedrigen dreistelligen Bereich: Lea Grundig, Bernhard Heisig, Paul Holz, Manfred Kastner, Wolfgang Mattheuer, Otto Nagel, Nuria Quevedo oder Willi Sitte.